Für Mutter und Kind?

Sodbrennen bei Kleinkindern muss vom Arzt abgeklärt werden. Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann Schulstress, aber auch Alkohol oder Nikotin die Ursache sein. In Schwangerschaft und Stillzeit sind nur wenige Medikamente gegen Sodbrennen erlaubt.

Sodbrennen bei Kindern

Auch Kinder können unter Sodbrennen leiden. Bei jüngeren Kindern ist häufig die noch nicht abgeschlossene Entwicklung innerer Organe (z.B. des Speiseröhren-Schließmuskels die Ursache. Bei älteren Kindern und vor allem jugendlichen können die Beschwerden auch durch psychische Belastung(Schulstress), Alkohol oder Nikotin ausgelöst und verschlimmert werden.

Die Säure-Hemmer Ranitidin und Famotidin sind für Jugendliche ab 16 Jahren zugelassen, ebenso eignen sich pflanzliche Präparate. Bei jüngeren Kindern muss die Ursache des Sodbrennens vom Arzt abgeklärt werden.

Sodbrennen in der Schwangerschaft und Stillzeit

Sodbrennen kann sowohl in der Früh- als auch in der Spätschwangerschaft auftreten. Durch die Hormonumstellung kann es zu einer Erschlaffung des Schließmuskels am Mageneingang kommen, dadurch fließt Magensaft in die Speiseröhre zurück.
Im Laufe der letzten drei Schwangerschaftsmonate verursacht die größer werdende Gebärmutter durch Druck von unten auf den Magen Beschwerden.
In der Schwangerschaft empfiehlt es sich daher, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen und diese gut zu kauen. Speisen und Getränke, die die Magenschleimhaut reizen (Kaffee, schwarzer Tee, stark gewürzte Speisen), sollten gemieden werden. Ein Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper kann bei Sodbrennen Linderung verschaffen.

Medikamente gegen Sodbrennen, die Aluminium-Verbindungen enthalten, sollen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Geeignet sind Präparate mit Karbonaten als Wirkstoffe (Calcium-, Magnesium- und Natriumkarbonat). Bei starken Beschwerden sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Quellen:
*Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk:Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.


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