Sodbrennen

Sodbrennen – das sind vor allem brennende Schmerzen in der Brust und saures Aufstoßen. Zwischen 40 und 45 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden darunter – vorübergehend oder über längere Zeit. Mit rezeptfreien Medikamenten lassen sich die Symptome lindern. Länger andauernde Beschwerden gehören in ärztliche Behandlung.

Beschwerden bei Sodbrennen

Sodbrennen zählt zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden. Zwischen 40 und 45 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden darunter – entweder vorübergehend oder über längere Zeit. In der Schwangerschaft kommt es noch häufiger zu Sodbrennen: Schätzungen gehen davon aus, dass 50 bis 80 Prozent der Schwangeren betroffen sind.

Die typischen Beschwerden bei Sodbrennen sind:

  • brennender Schmerz im Oberbauch und hinter dem Brustbein, teilweise bis in den Hals aufsteigend

  • Schmerzen verstärken sich im Liegen und bessern sich beim Stehen

  • Schwierigkeiten beim Schlucken

  • Völlegefühl

  • Aufstoßen von Magensaft

  • Husten bzw. Hustenanfälle (auch nachts, weil im Liegen Säure aus dem Magen aufsteigt)

  • Heiserkeit, Kratzen im Hals

  • Atembeschwerden bis hin zu Asthma-Symptomen


Behandlung des Sodbrennens

Rezeptfreie Medikamente bei vorübergehenden Beschwerden

Wenn das Sodbrennen nur auf wenige Tage im Jahr beschränkt ist, können rezeptfreie Medikamente Linderung verschaffen.
Diese lassen sich einteilen in:

  • Mittel zum Binden überschüssiger Magensäure (Antazida)

  • Mittel zur Hemmung der Magensäure-Produktion (Säure-Hemmer)

  • pflanzliche Mittel

  • sonstige Mittel




Rezeptpflichtige Medikamente nach ärztlicher Diagnose

Bei Beschwerden, die über mehr als zwei Wochen andauern, wird der Arzt nach entsprechender Diagnostik rezeptpflichtige Medikamente verordnen. Diese Mittel hemmen die Magensäureproduktion und schützen die Magenschleimhaut.

Sodbrennen ist auch ein häufiges Symptom bei Magengeschwür (Ulcus). Magengeschwüre werden in vielen Fällen durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht. Ist das der Fall, verordnet der Arzt eine Kombinationstherapie mit verschiedenen rezeptpflichtigen Medikamenten, darunter auch Antibiotika, um den Krankheitserreger zu beseitigen.


Entspannungstechniken bei Stress und Hektik

Stress und Hektik im beruflichen oder persönlichen Alltag führen nicht selten zu Sodbrennen. Die Betroffenen sprechen dann oft nicht auf eine Behandlung mit Antazida oder Säure-Hemmern an. In diesen Fällen können Entspannungstechniken dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern.

Ursachen von Sodbrennen

Sodbrennen kann auf vielfältige Weise ausgelöst werden. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Funktionsstörungen in der Speiseröhre

  • Magen-Erkrankungen (z.B. Refluxkrankheit, Magengeschwür)
    übermäßige Produktion an Magensäure, vor allem nach zu üppigen und fettreichen Mahlzeiten oder Kohlensäurehaltigen Getränke und Alkohol

  • Schwangerschaft

  • Stress und Hektik

  • Dauer-Einnahme von Medikamenten




Funktionsstörungen in Speiseröhre und Magen

Der Schließmuskel (Sphinkter) am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen verhindert normalerweise das Zurückfließen von Speisebrei aus dem Magen in die Speiseröhre. Bei manchen Menschen funktioniert dieser Verschlussmechanismus nicht richtig, sodass Magensäure-haltiger Speisebrei aufgestoßen wird. Diese und weitere Ursachen können zur Refluxkrankheit (Refluxösophagitis), einer entzündlichen Erkrankung der Speiseröhre, führen. Sie muss ärztlich behandelt werden, da sich daraus leicht ein Speiseröhrenkrebs entwickeln kann.


Ernährung als Ursache von Sodbrennen

Nach zu üppigen Mahlzeiten dehnt sich der Magen stark aus und drückt von untern gegen die Speiseröhre. Bei Menschen, bei denen der Schließmuskel schon etwas schwach ausgeprägt ist, entweicht beim Aufstoßen nicht nur Luft, sondern auch Magensäure-haltiger Speisebrei. Kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol können die Magensäure-Produktion anregen, was ebenfalls häufig zu Sodbrennen führt.


Schwangerschaft

Sodbrennen kann sowohl in der Früh- als auch in der Spätschwangerschaft auftreten. Durch die Hormonumstellung kann es zu einer Erschlaffung des Schließmuskels am Mageneingang kommen, dadurch fließt Magensaft in die Speiseröhre zurück.
Im Laufe der letzten drei Schwangerschaftsmonate verursacht die größer werdende Gebärmutter durch Druck von unten auf den Magen Beschwerden.


Stress und Hektik

Psychische Ursachen oder eine sehr hektische Lebensweise können saures Aufstoßen begünstigen.


Dauer-Einnahme von Medikamenten

Einige rezeptpflichtige Medikamente gegen chronische Krankheiten verursachen als Nebenwirkung Sodbrennen. Dazu zählen:

  • Schmerzmittel

  • Rheuma-Medikamente

  • Beruhigungsmittel

  • Mittel gegen Asthma

  • Hormonpräparate



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